Fano historisch
Sehenswertes durch Fano
Fano Historischer Überblick
Die Umbrer, waren die Urbevölkerung des Apennins, auch der heutigen Provinz von Pesaro-Urbino. Ab 900 v.Chr. drangen die Nachkommen junger Sabiner unter Führung eines Spechtes-picchio- (das jetzt ein Symbol der Marchen ist) nach und nach längs der Küste vor und siedelten sich schließlich bleibend auf den Hügeln an, das waren dann Picener.
Archäologie
Archäologische Funde wie Steinböden und Hüttenreste belegen, dass die ersten lokalen Ansiedlungen auf die Jungsteinzeit schließen. Weitere starke Einflüsse übten die Etrusker, die schon um 400 v.Chr. das griechische Alphabet beherrschten.
Weniger Funde gibt es aus der Zeit Ende 500 v.Chr. von eingefallenen Galliern. Man sagt, sie hatten eine einfache Kultur und führten nur das mit sich, was sie auf ihren Pferden mitnehmen konnten. Zwischen dem 5.und 4. Jh. v. Chr. breiteten sich die verschiedenen Stämme der Gallier(Oberitalien) über die Poebene von Norden her aus. Angeblich soll davon noch etwas im Regionaldialekt zu hören sein. 387 v. Chr. überfielen Kelten (Bojer Senonen) die Adriaküste bis Apulien und Rom.
Um 280 v.Chr. wurde das heutige Territorium von Pesaro/Urbino den Römern unterstellt, welche die Gallier Senonenin bei der blutigen Schlacht von Sentinum, dem heutigen Sassoferato (295) besiegt hatten. 298-290 gab es auch noch Krieg zwischen Etruskern, Umbrern und Sabinern.
Römer in Fano

2000 Jahre Augustusbogen in Fano: Römerlager (August 2009)
Seine charakteristischen urbanistischen, künstlerischen und archäologischen Züge hat Fano allerdings dann zur Zeit der Römer erhalten.So entstand denn auch an der Mündung des geschichtsträchtigen Flusses Metauro und um den Tempel der Fanum Fortuna herum (von daher der Name Fano) eine Siedlung. Diese entwickelte sich im Laufe der Zeit derart, dass Kaiser Cäsar Oktaviano Augustus in den Jahren 31-28 v. Chr. aus ihr die Colonia Julia Fanestis machte. Die stattlichen Mauern und das mächtige Tor (Eingang zur Stadt von der Via Flaminia), das Kaiser Augustus zur Verteidigung der Kolonie errichten ließ – zu Lasten der Bürger von Fano- legen davon Zeugnisse ab. 
2000 Jahre Arco Agosto in Fano mit darauf projiziertem Augustus (August 2009)
Ende des römischen Reiches
Aber auch die blühende Zeit unter Augustus fand ein Ende, und Fano musste wie die übrigen Kolonien die Verwüstung und Zerstörung der Völkerwanderung über sich ergehen lassen. 230 n.C. fielen die Goten in Italien ein. 395 n.C. das Römische Reich zerfiel und Italien wurde zur Freibeute für die Nordeuropäer.

Erste Kirche in Fano
410 n.C. Italien wird von den Westgoten überfallen. 455 n.C. Wandalen verwüsten von Afrika aus Italien. 476 n.C. Durch Odokar entstanden auf italienischen Boden germanische Nachfolgereiche – Ravenna als Zentrum -. 546 n.C. wird Rom von den Ostgoten überfallen und verwüstet –nur noch 1000 Bewohner . 568 n.C. Die Langobarden gründen neue Reiche in Italien z.B.Spoleto und Benevento –Zerstörung von Fossombrone durch die Langobarden im Krieg gegen Byzanz-.
Pentapoli Marittima: ab 600 n.C.
Eine erneute Friedens- und Wohlstandsperiode brach 600 –800 n.C. mit dem Beitritt Fanos zur Pentapoli Marittima (zusammen mit Pesaro, Rimini, Ancona und Senigallia) an.
Ende des X. Jahrhunderts jedoch wurde der Ort mit der Einsetzung einer eigenen Volksversammlung unabhängig. In dieser Zeit begannen die Gemeindekriege (zwei blutige Episoden was die Familien –Fehden angeht werden von Dante in seiner Göttlichen Komödie besungen).
Im Jahr 1357 übernahm Galeotto Malatesta die Macht über die zerstrittene Stadt. Unter der Herrschaft der Malatesta kam ein neuer Aufschwung und es brach eine glanzvolle Zeit heran, während derer sich die Stadt mit weiteren Gebäuden und Festungsanlagen versah. Die Belagerung und der Beschuss 1463 durch den Grafen Federico da Montefeltro bedeutete das Ende der Malatesta - Dynastie und damit den Beginn der ersehnten Libertas Ecclesiastica.
Diese löste ihrerseits immer stärker werdende innere Kämpfe aus, die der Stadt schließlich eine u.a. grausame Regierung einbrachte, z.B. Cesare Borgio, genannt Herzog Valentino oder Herzog der Romagne, ein Sohn des Papstes Alexander VI., ursprünglich vom Vater als Regent für die Vatican-Enklave Fano bestimmt, brachte über die ganze Region Mord und Totschlag. Man sagt dem Cesare Borgio nach, sein Körper sei zur einen Hälfte Fuchs zur anderen Löwe gewesen. Seine berühmt berüchtigte Schwester wurde in dritter Ehe mit einem der Este aus Ferrara verheiratet, der ebenso ein Pächter der Region war, die zum Kirchenstaat gehörte. Während des XVII. Jahrhunderts hatte Kunst und Literatur ihre Blütezeit, was unter anderem zur Gründung der Academia degli Scomposti, der Università Nolfi und dem Bau des berühmten Teatro della Fortuna führte.
Klöster und Kirchen im Mittelalter von Fano
Auch die Geschichte Italiens und Europas haben später das Geschick der Stadt bestimmt, so wurden während des 2. Weltkrieges viele Bauten und Türme denkwürdiger Schönheiten zerstört – die Deutschen zerstörten fast alle Türme, z.B. das am Theater, in der Burg und bei vielen Kirchen, auch den Turm des Doms. Die Alliierten bombardierten die Stadt heftig.

